Bilingue Slam im ONO Bern am 2. September 2011
Der Bilingue Slam Event wurde wie geplant zum dritten Mal in der Kellerbühne des ONO an der Kramgasse 6 in der Berner Altstadt durchgeführt.
Am Freitagabend strömten über rund 90 Zuschauer in den ausverkauftem Kulturkeller des ONO. In den eng anliegenden Stühlen fanden sie ihre Plätze und es fing schon an zu dampfen im Untergrund. Die ZuschauerInnen hofften auf die bestmöglichste Sicht auf die Bühne. Die Stimmung im Kulturkeller war ausgelassen fröhlich und das Publikum wartete gespannt auf den Anfang. Im interessanten durchmischten Publikum sassen etwas mehr Hörende als Gehörlose und Schwerhörige. Die beiden Moderatoren Thomas Zimmermann von deafslam.ch und Conny Brügger vom Radio DRS moderierten auf Anhieb sympathisch und abwechselnd mit viel „Schwein und Verdauung“ durch den Abend.
Einige bekannte Gesichter unter den gebärdenden Slammern wie die beiden Deafslam Könige Jakob Rhyner und Beat Marchetti sind aufgetreten, sowie das Duo Denise Ledermann und Cornelia Knuchel. Mirjam Münger trat zum ersten Mal in der Slam Szene auf! Unter den sprechenden Slammerinnen traten bekannte Slamgrössen wie Nicolette Kretz, Stefanie Grob und Gerhard Meister auf. Tanja Kummer stand wie die gehörlose Mirjam Münger als Slam-Neuling auf der Bühne.
Aus einem gelben Migros-Schweinchen wurde die Reihenfolge der Slammernamen ausgelost und es starteten 8 SlammerInnen. Für jeden SlammerInnen stand je ein Schweinchen zur Verfügung. Abgestimmt wird so: Pro Zuschauer je einen Münzeinwurf für den besten Slammer oder Slammerin.
1. Beat Marchetti
2. Tanja Kummer
3. Nicolette Kretz
4. Denise Ledermann und Cornelia Knuchel
5. Jakob Rhyner
6. Gerhard Meister
7. Stefanie Grob
8. Mirjam Münger
Die Zuschauer erwarteten spannend den Start, die Stimmung stieg und los ging’s mit den Poetry Slams. Im ersten Durchlauf überzeuge der Deaf Slam König von 2010 Jakob Rhyner mit seiner witzigen und durchaus gekonnten Mimik und Ironie, ein Gebärdensprach-Slam über die steigenden Krankenkassenprämien, die der Mensch mit der Entwicklung der immer nach wachsenden Anforderungen gestellten Gesellschaft grösstenteils auch selber verursacht Der Beitrag von Tanja Kummer, die erstmals einen Slam schrieb, handelte von einer Frau, die trotz 3 Fremdsprachen und strebendem Perfektionismus in täglichen Leben in Un-Un-Unsicherheit geriet und in einem persönlichen Teufelskreis endet.
Im Finale wetteiferten Jakob Rhyner mit seinem Gebärden-Slam über die CI-Träger, die vor ein neues Problem gestellt werden! - der Stimme – die man mit Hilfe von drei farbiger Stimmkabel durch High Tech zu verbessern versucht. Tanja Kummer mit ihrem Slam über die Schriftstellerleben, das aus einem anderen Blickwinkel betrachtet, in Wirklichkeit sehr bemitleidet wirken kann. Tanja Kummer überzeugte schlussendlich das Publikum mit ihrer schriftstellerleidenden Geschichte und schlug den Deaf Slam König Jakob Rhyner. Das gefüllte Schweinchen übergab die Finalistin Tanja Kummer spontan an die IGGH Bern mit dem Ziel das Geld für die Gebärdensprache einzusetzen. Der Beitrag von Fr. 78.65 und 15 Cent geht in den Finanzierungspool für Dolmetscheeinsätze an kulturellen Veranstaltungen. Herzlichen Dank an Tanja Kummer für ihr gutes Herz und die Grosszügigkeit.
Dank den Einsätzen von den Dolmetscherinnen Gaby Hauswirth und Johanna Wüthrich ermöglicht der Bilingue Slam Event den hörenden ZuschauerInnen das Eintauchen in die visuelle Kultur der Gehörlosen. Es war ein gelungener Event.
Einblick in den aufregenden Abend zeigen die toll geknipsten Bilder von Alessandro Gabrieli (siehe Fotoarchiv).
Finale
1. Platz Tanja Kummer
2. Platz Jakob Rhyner
(Brigitte Schökle Staerkle, i.A. IGGH)
Weitere Beilagen
Bilder
![]() | ![]() | ![]() |
![]() | ![]() | ![]() |
![]() | ![]() | ![]() |
![]() | ![]() | ![]() |
![]() | ![]() | ![]() |
![]() | ![]() | ![]() |
![]() | ![]() | ![]() |
![]() | ![]() | ![]() |
![]() | ![]() | ![]() |
![]() | ![]() | ![]() |
![]() | ![]() | ![]() |
![]() | ![]() | ![]() |
![]() | ![]() | ![]() |
![]() | ![]() | ![]() |
![]() | ![]() | ![]() |
![]() | ![]() | ![]() |
![]() | ![]() | ![]() |
![]() | ![]() | ![]() |
![]() | ![]() | ![]() |
![]() | ![]() | ![]() |
![]() | ![]() | ![]() |
![]() | ![]() | ![]() |
![]() | ![]() | ![]() |
![]() | ![]() | ![]() |
![]() | ![]() | ![]() |
![]() | ![]() | ![]() |
![]() | ![]() | ![]() |
![]() | ![]() | ![]() |
![]() | ![]() | ![]() |
![]() | ![]() | ![]() |
![]() | ![]() | ![]() |
![]() | ![]() | ![]() |
![]() |
Details
© 2003 - 2012 Deaf Slam

































































































